Hundertzwölf verborgene Erinnerungen
Poster Series, Silkscreen

In dem Seminar »This Is Me Now – Feeding the Flux« von und mit David Voss, beschäftigten wir uns mit dem Thema Wissen und insbesondere der Aneignung von Wissen. Für mein Projekt »Hundertzwölf verborgene Erinnerungen« entschied ich mich für eine konträre Perspektive — dem Vergessen des bereits Erlernten und Erlebten. Inspiration dafür war eine Auseinandersetzung mit der Demenzerkrankung meiner Großmutter und der Lektüre des Buches Small World von Martin Suter, welches mir Einblicke in den Geist einer vergessenden Person erlaubte. Der Prozess des Vergessens ist nicht linear, nicht logisch. Oft verschwinden Informationen, tauchen an anderer Stelle wieder auf, sind dann jedoch verändert und schemenhaft. In meiner zweiteiligen Posterserie sammelte ich hundertzwölf Gedanken und Erinnerungen, die von abstrakten Formen überlagert werden. Mithilfe einer thermochromen Farbschicht, die im Siebdruckverfahren aufgetragen wurde, entfalten die überlagernden Formen ihren Effekt. Sobald sie in Kontakt mit Wärme kommen, löst sich die schwarze Form auf, wird transparent und offenbart das versteckte Symbol, eine Erinnerung. Der Effekt hält etwa dreißig Sekunden und ist beliebig oft anwendbar. Teil der Ausstellung ist ein gewöhnlicher Haarföhn, mit dem die Besucher*innen den Effekt auslösen können.

Hundertzwölf verborgene Erinnerungen
Poster Series, Silkscreen

In dem Seminar »This Is Me Now – Feeding the Flux« von und mit David Voss, beschäftigten wir uns mit dem Thema Wissen und insbesondere der Aneignung von Wissen. Für mein Projekt »Hundertzwölf verborgene Erinnerungen« entschied ich mich für eine konträre Perspektive — dem Vergessen des bereits Erlernten und Erlebten. Inspiration dafür war eine Auseinandersetzung mit der Demenzerkrankung meiner Großmutter und der Lektüre des Buches Small World von Martin Suter, welches mir Einblicke in den Geist einer vergessenden Person erlaubte. Der Prozess des Vergessens ist nicht linear, nicht logisch. Oft verschwinden Informationen, tauchen an anderer Stelle wieder auf, sind dann jedoch verändert und schemenhaft. In meiner zweiteiligen Posterserie sammelte ich hundertzwölf Gedanken und Erinnerungen, die von abstrakten Formen überlagert werden. Mithilfe einer thermochromen Farbschicht, die im Siebdruckverfahren aufgetragen wurde, entfalten die überlagernden Formen ihren Effekt. Sobald sie in Kontakt mit Wärme kommen, löst sich die schwarze Form auf, wird transparent und offenbart das versteckte Symbol, eine Erinnerung. Der Effekt hält etwa dreißig Sekunden und ist beliebig oft anwendbar. Teil der Ausstellung ist ein gewöhnlicher Haarföhn, mit dem die Besucher*innen den Effekt auslösen können.